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Zwei junge Männer halten kabellose Controller und spielen Videospiele auf einem Sofa. Rechts sind Bilder von einem Joystick und einer Retro-Gaming-Konsole zu sehen, jeweils mit zwei PlayStation 2-Controllern.

Retro-Gaming-Sticks und -Boxen: Alles, was Sie wissen müssen!

Die Welt der Videospiele ist breit gefächert, doch manchmal kann es schwer sein, alte Klassiker auch heute noch zu genießen. Entweder muss man die alte Konsole und das Spiel selbst besitzen, sich eine Mini-Retro-Konsole kaufen oder sich mit Emulation auseinandersetzen. Das kann sowohl kostspielig als auch zeitaufwendig sein. Nicht jeder hat unbedingt die Nerven dafür oder das technische Know-how, um sich tiefgründiger damit auseinanderzusetzen.

Ein Xbox-Controller mit einer Nahaufnahme der XYBA-Tasten.

Doch Sie müssen sich keine Sorgen machen, denn selbst ohne dieses Wissen können Sie ganz einfach alte Retro-Spiele genießen. Für Einsteiger eignen sich hier Retro-Gaming-Sticks und Retro-Gaming-Boxen am besten. Sie bieten ein umfassendes Angebot an Spielen an und funktionieren ohne weitere Installation. Sie sind zwar nicht die beste Lösung, aber für den Anfang eine Überlegung wert. Wir schauen uns heute einmal alles zu Sticks und Boxen fürs Gaming an!

1. Was sind Retro-Gaming-Sticks und Retro-Gaming-Boxen?

Bevor wir Ihnen einige der aktuell auf dem Markt verfügbaren Sticks und Boxen vorstellen, schauen wir uns diese Hilfsmittel zum Retro-Gaming einmal genauer an. Anhand daran können Sie dann entscheiden, ob sich der Kauf lohnt und welche Version besser für Sie geeignet ist. Viele der Konsolen versprechen über tausend Spiele, aber ob das immer so stimmt, schauen wir uns einmal genauer an.

1.1 Technischer Aufbau

Retro-Gaming-Sticks: Wie aus dem Namen schon hervorgeht, handelt es sich dabei um eine Art USB-Stick. Diese lassen sich aber in den meisten Fällen nicht über USB, sondern über den HDMI-Anschluss einstecken. Sie erinnern dabei an einen Amazon Fire TV Stick, darunter können Sie sich sicher etwas vorstellen. Im Stick verbaut sind Bauteile, die die Emulation von verschiedenen Spielkonsolen der Vergangenheit ermöglichen. Dabei liegen auch in den meisten Fällen ein oder sogar zwei Controller.

Retro-Gaming-Boxen: Die Funktionsweise der Gaming-Boxen ist ähnlich, jedoch haben diese in der Regel mehr Leistung und sind deutlich stabiler als die Sticks. Viele laufen auf der Basis von Android und können daher eine Menge kompatibler Emulatoren abspielen. Es gibt sogar die Möglichkeit, den Speicher der Spiele per SD-Karte zu erweitern. Zwei Controller sind auch hier der Standard.

1.2 Anwendungsbereiche und Zielgruppe

Sowohl Retro-Sticks als auch Boxen sind vor allem für Casual Gamer gedacht, die sich weniger mit den technischen Einzelheiten auseinandersetzen wollen. Beide Varianten sind Plug&Play, also lassen sich ohne große Komplikationen an den heimischen Fernseher anschließen und spielen. Sie bieten selbst ohne SD-Karte eine große Auswahl an Retro-Spielen an, die oftmals ohne große Probleme gespielt werden können.

2. Welche Vorteile und Nachteile gibt es?

2.1 Vorteile

Ein Bild, das vollständig mit Helden und Schurken aus Videospielen gefüllt ist, mit Bowser als zentrale Figur

Retro-Gefühl: Auch wenn sich viele Retro-Spiele am Smartphone oder am PC deutlich besser emulieren lassen, wollen viele einfach gemütlich auf dem Sofa sitzen und zocken. Dafür sind die Sticks und Boxen wie gemacht! Dazu noch Controller, die oftmals alten Konsolen wie der PS1 nachempfunden sind. Da kommt direkt das Retro-Feeling auf!

Plug&Play: Wie erwähnt, lassen sich die Retro-Sticks und Retro-Boxen einfach anschließen und ohne großen Aufwand nutzen. Das macht sie deutlich einfacher in der Handhabung. Die meisten Spiele sind bereits installiert und können auch direkt gespielt werden, ohne dass Sie diese selbst herunterladen müssen. Auch die Navigation durch Menüs und verschiedenen Emulatoren funktioniert oftmals reibungslos.

Tragbares Design: Beide, aber vor allem die Gaming-Sticks, lassen sich einfach mitnehmen und auch bei Freunden zocken. Sie sind kompakt und lassen sich gut verstauen.

Ausbaubarer Speicher: Sowohl einige Sticks als auch die meisten Boxen bieten einen Slot für eine SD-Karte, wodurch Sie weitere Spiele spielen können.

Multiplayer: Da so gut wie jeder Stick und jede Box mit zwei Controllern geliefert wird, können Sie auch perfekt mit anderen zusammen spielen. Das ist vor allem mit Freunden und Familie sehr toll.

2.2 Nachteile

Ein Bild, das vollständig mit Helden und Schurken aus Videospielen gefüllt ist, mit Bowser als zentrale Figur

Inoffizielle Emulation: Bedenken Sie beim Kauf immer, dass Sticks und Boxen dieser Art inoffizielle Produkte sind. Diese sind nicht von Nintendo, Sony, Sega oder einer anderen offiziellen Gaming-Firma hergestellt. Legal handelt es sich dabei um eine Grauzone, die nur schwer zu durchschauen ist. Im Prinzip handelt es sich nur um Emulation.

Schlechte Verarbeitung: Ein Großteil der Sticks und Boxen sind leider sehr schlecht verarbeitet und bieten ein schlechtes Spielerlebnis. Je moderner die Spiele, desto schlechter laufen sie. Zudem können sowohl der Stick, die Box als auch die Controller schnell kaputt gehen. Und es gibt selten einen entsprechenden Support.

Schwache Leistung: Die meisten dieser Sticks und Boxen funktionieren zwar gut für richtig alte Retro-Spiele, aber mit Spielen der 2000er Jahre wird die Leistung sehr schlecht. Also alles über PS2 ist eher weniger zu empfehlen.

Überhitzung: Vor allem bei Sticks kann es zu einer Überhitzung kommen, da diese kein Kühlsystem haben. Viele Nutzer beklagen sich im Internet darüber.

4K irreführend: Keine Emulator schafft es, Retro-Spiele auf einer so hohen Auflösung zu spielen. Ja, die Sticks und Boxen funktionieren auf modernen 4K-Fernsehern, aber die Pixel sind trotzdem da. Diese Angaben sind oft irreführend und verwirren unbekannte Käufer.

3. Die besten Gaming-Retro-Sticks auf dem Markt vorgestellt

Nachdem wir uns nun ausführlich mit all den wichtigsten Punkten beschäftigt haben, wollen wir Ihnen einige der besten Gaming-Retro-Sticks auf dem Markt vorstellen. Von den Funktionen her sind alle recht gleich und die eben genannten Vor- und Nachteile treffen auf so ziemlich alle vorgestellten Gaming-Sticks zu. Besondere Merkmale heben wir aber trotzdem hervor.

Hinweis: Viele der Produkte sind recht ähnlich, weshalb eine Abgrenzung und Empfehlung nur sehr schwer ist. Die Spielauswahl ist oft deckungsgleich. Zudem werden oftmals auch dieselben Sticks von verschiedenen Firmen verkauft, obwohl es sich dabei um genau dasselbe Produkt handelt.

Liste des Sticks

Invictora RetroLink / GameStick Lite / M8: Dieser Stick kommt mit insgesamt über 20.000 Spielen, zwei oder gleich vier Bluetooth-Controllern und lässt sich einfach an den Fernseher anschließen. Die Controller sind der PS2 nachempfunden. Es gibt auch einen RetroLink 2.0 mit doppelt so vielen Spielen.

ZeusRetro / PadFuse / NanConsole / GD10: Ein Retro-Stick mit zwei/vier Controller und einer Auswahl von bis zu 40.000 Spielen beim größten Speicher. Die Controller sind dem aktuellen PS5-Gamepad nachempfunden.

SF900: Dieser Stick ist perfekt für alle, die nur 8-bit-Spiele und 16-bit-Spiele bis zum SNES spielen wollen. Der Controller erinnert sogar an das SNES-System. Es gibt zwar daher nur rund 1500 Spiele, aber diese laufen deutlich flüssiger.

SG800: Eine ähnliche Variante ist der SG800, nur dieses Mal sind Sega Genesis/Mega Drive Spiele auf den Stick geladen. Der Controller erinnert ebenfalls an vergangene Tage.

Powkiddy Y6 Retro Stick: Im schicken Silber kommt dieser Gaming-Stick daher, während die Controller mit einem klassischen PS1-Design gestaltet sind. Emuliert werden über 40 verschiedene Konsolen, was eine große Bandbreite an Spielen bis zur PS1 und PSP bereitstellt.

Blast! Retro Gaming Sticks: Diese Firma fokussiert sich vor allem auf alte Atari und Arcade Spiele, darunter Klassiker von Activision und Bandai Namco. Aktuell gibt es neun verschiedene Modelle, die jeweils zwischen 8 und 20 klassischen Spielen enthalten. Der Controller erinnert an den Sega Mega Drive / Genesis und liegt gut in der Hand.

Kinhank Super Console X Stick: Kinhank ist ein weiterer Hersteller auf dem Markt für Sticks und Boxen. Der Stick kommt mit zwei PS1-Controller und über 50.000 Spielen! Diese sind mit einer SD-Karte auch erweiterbar. Eine beigefügte Fernbedienung vereinfacht die Navigation.

DataFrog Y2HD: Im schicken Camouflage-Stil und mit verbesserten NES-Controllern sollten Sie einen Blick auf diesen Retro-Stick werfen. Genieße daher rund 1800 Spiele der ersten Nintendo-Konsole.

4. Die besten Gaming-Retro-Boxen auf dem Markt vorgestellt

Bei den Retro-Gaming-Boxen verhält es sich ähnlich wie mit den Sticks. Jedoch können Sie hier in den meisten Fällen eine höhere Qualität erwarten. Durch das größere Gehäuse ist oftmals auch mehr Leistung möglich. Die vorher genannten Sicherheitshinweise gelten trotzdem.

Liste der Boxen

Legends Core / Core Max: Diese niedliche und runde Box ist perfekt für Einsteiger, die Arcade-Spiele spielen wollen. 100 Stück sind davon installiert, und diese sogar offiziell lizenziert. Die Qualität ist ebenfalls vergleichsweise gut.

Arcade Box: Mit über 5000 Spielen lockt diese Konsole, noch dazu mit zwei Controllern und einer Tragetasche. Auch hier liegt der Fokus vor allem auf den Arcade-Spielen, aber Sie können aus insgesamt über 50 Konsolen bis zur PS1 wählen.

Kinhank Super Console X Pro: Immer wieder wird diese Gaming-Box vorgeschlagen, mit einer riesigen Auswahl an Games aus verschiedenen Generationen. Vermutlich ist das eine der besten Optionen für alle, die einfach nur in Ruhe zocken wollen. Der Hersteller Kinhank bietet auf seiner Website auch noch einige andere Modelle an.

Hyperkin RetroN Gaming-Boxen: Der Hersteller RetroReiz hat eine große Auswahl an verschiedenen dieser Boxen, alle mit unterschiedlichen Spielen. Einige emulieren dabei nur Atari 2600 Spiele, während andere die volle Bandbreite von NES bis PS1 mitnehmen.

Hall of Time Time Machine: Eine wirklich einzigartige Gaming-Box, mit tollem Controller-Design und einer guten Performance. Die rund 10.000 Spiele reichen vom Atari 2600 bis zur PSP, Spielspaß ist also gegeben! Leider liegt hier aber nur ein Controller bei.

Retro-Bit Generations: Eine gute Einsteiger-Box, aber sie schwächelt an einigen Stellen. Bildqualität ist schlechter als bei der Konkurrenz. Und auch die Spielauswahl ist nicht die Beste, es fehlen Klassiker wie Street Fighter und Mega Man. Dafür gibt es aber zwei solide Gamepads.

Retro-Bit Super Retro-Cade: Wenn Sie eine Retro-Box kaufen wollen, entscheiden Sie sich lieber für dieses neue Modell! Hier gibt es deutlich bessere, und auch die Verarbeitung der Box ist besser. Vorhanden sind 90 ausgewählte Klassiker, die jede Menge Spielspaß bieten.

5. Lohnt sich ein Kauf?

5.1 Tipps für den Kauf von Retro-Sticks und Retro-Boxen

Damit Sie beim Kauf nicht überfordert sind, haben wir hier noch einmal eine Zusammenfassung aller Hinweise, die Sie beim Kauf beachten sollten.

  • Lesen Sie sich auch ausführlich die Rezensionen durch und schauen Sie einige YouTube-Videos dazu. Dann vermeiden Sie es, in eine Falle zu tappen.
  • Kaufen Sie außerdem nur von seriösen Käufern, die Sie kennen. Amazon ist immer die sicherste Anlaufstelle, denn hier können Sie das Produkt zurücksenden.
  • Preis-Leistung ist ebenfalls wichtig. Am Ende handelt es sich bei all diesen Produkten um eher weniger gute Investitionen. Man sollte dabei bedenken, dass viele der Spiele und Emulatoren auch einfach kostenlos im Netz zu finden sind.
  • Am Ende werden Sie sicher nicht mehr als ein paar Dutzend Spiele spielen. Ob sich ein Stick oder eine Box mit über 50.000 lohnt, ist fraglich.

5.2 Aktuelle Entwicklungen auf dem Markt

Retro-Gaming-Sticks und Retro-Gaming-Boxen gibt es schon recht lange, aber leider ist deren Qualität nicht gerade die Beste. Und daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern, da diese Produkte eher an unwissentliche Gelegenheitsspieler oder an Leute gerichtet sind, die früher gezockt haben und nur auf der Suche nach Nostalgie sind. Wenn Sie nach qualitativ hochwertigen und offiziellen Produkten suchen, dann sind Retro-Mini-Konsolen vielleicht eine bessere Wahl.

Fazit

Gaming-Sticks und Gaming-Boxen richten sich vor allem an Casual Gamer, die sich nicht mit Emulatoren und ROMs auseinandersetzen wollen. Sie sind perfekt für alle, die ihre Kindheit und Jugend wieder aufleben lassen wollen. Leider sind viele der Produkte jedoch qualitativ sehr minderwertig, was einen Kauf nicht immer empfehlenswert macht. Anbieter locken mit einer großen Auswahl an Spielen, doch nicht alle laufen flüssig. So einfach das Plug&Play ist, Retro-Gaming mit Sticks und Boxen ist eigentlich nur für Einsteiger gedacht, die sich um nichts anderes kümmern wollen.